1845
1846
1847
1852
1896
1899
1900
1904
1912
1928
1929
1933
1936
1942
1946
1956
1960
1962
1965
1970
1973
1975
1976
1978
1979
1981
1983
1986
1988
1989
1990
1992
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
Mit dem Gründungsjahr 1845 rückt der Gesangverein Meerholz in die Reihe der ältesten Gesangvereine
Deutschlands. Mit Freude darf an seinem 155-jährigen Bestehensfest gesagt werden: Er hat bedeutende
Pionierarbeit für die Entwicklung des Laienchorwesens im Kinzigtal geleistet und ist jung und frisch geblieben,
um auch in der Gegenwart richtungsweisende Akzente chorischer Tätigkeit zu setzen.
1845
Gründung des Vereins und Festlegung der Vereinsstatuten. Die Gründungsstatuten sind von Lehrer Pauly und
Ernst Heinrich Mohr unterzeichnet. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des gräflich-ysenburgischen
Buchhalters Volz.
1846
Graf Carl zu Ysenburg-Meerholz schenkt dem Verein die erste Vereinsfahne. Sie zeigt Lyra und Eichenkranz mit
der Aufschrift 1846. Lange Zeit wird sie als Beweisstück der Vereinsgründung angesehen und danach das
Gründungsjahr 1846 abgeleitet. Am 24. Mai 1846 hat die “Sängerlust” bei einem Liederfest an der Eisernen
Hand die erste Bewährung zu bestehen. Das Liederfest hat der Bad Orber Gesangverein “Liederkranz”
arrangiert.
1847
Verbot der Vereinstätigkeit. Vereine werden als Stätten politischer Umtriebe angesehen, von denen als
Keimstätten revolutionärer Ideen Gefahr droht. In dieser Zeit müssen die Gründungsstatuten verlorengegangen
sein. In den Jahren der politischen Restauration scheint das Vereinsleben fast ganz zum Erliegen gekommen zu
sein. Jedenfalls werden keine Gesangsstunden abgehalten.
Mit dem Gründungsjahr 1845 rückt der Gesangverein Meerholz in die Reihe der ältesten Gesangvereine
Deutschlands. Mit Freude darf an seinem 155-jährigen Bestehensfest gesagt werden: Er hat bedeutende
Pionierarbeit für die Entwicklung des Laienchorwesens im Kinzigtal geleistet und ist jung und frisch geblieben,
um auch in der Gegenwart richtungsweisende Akzente chorischer Tätigkeit zu setzen.
1852
Unter dem Namen “Sängerlust” wird die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. Die Statuten aus dieser Zeit
besagen in §1: Der Zweck des Vereins ist “Förderung des Gesangs und Ausbildung seiner aktiven Mitglieder in
Gesang durch Einübung zweckmäßiger Kirchen- und Volkslieder, sowie der Pflege geselliger Unterhaltung”.
1896
In diesem Jahr wird das 50-jährige Vereinsjubiläum auf dem Schießhausplatz in Meerholz - dem damaligen
Festplatz - unter Beteiligung von 36 Vereinen gefeiert. Nach der Festzugsordnung marschiert im Festzug an 12.
Stelle und hinter dem Jubiläums-Verein ein Meerholzer Gesangverein “Eintracht”. Beschlossen wird, sich jedes
Jahr zu einem Sängertag zusammenzufinden. Diese Sängertage gehören nach den Aufzeichnungen zum
Schönsten im Sängerleben der Meerholzer Sänger in der Zeit um die Jahrhundertwende.
1899
Die kleine Sängerschar, in den einzelnen Stimmen zum Teil nur mit vier Sängern besetzt, ist so gut geschult,
daß sie mit Stadtvereinen in siegende Konkurrenz treten kann; sie erntet in Frankfurt-Fechenheim und im Jahre
1900 in Fulda jeweils den 1. Klassenpreis unter beachtlicher Städtekonkurrenz.
1904
Gründung des Brudervereins “Frohsinn”. Fast 30 Jahre bestehen nunmehr zwei Gesangvereine in Meerholz
nebeneinander.
1912
Heinrich Schirmer, Schlossermeister und gräflich-ysenburgischer Rentmeister aus der Nachbargemeinde Hailer,
übernimmt die Leitung des “Frohsinn”. Er führt den Verein zu einer Leistungshöhe, die ihn weit über die
Grenzen seiner Heimat hinaus bekannt macht.
1928
Die “Sängerlust” erringt beim Gesangswettstreit in Steinau an der Straße in der 2. Landesklasse den Höchsten
Ehrenpreis. Im gleichen Jahr beteiligt sich der Gesangverein “Frohsinn” an einem Wereabend für das Deutsche
Lied in der Stadthalle Kassel.
1929
Der “Frohsinn” begeht sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Höhepunkt des Festes ist ein Gesangswettstreit, an
dem sich 19 Vereine beteiligen. Im Juli gleichen Jahres wirkt der “Frohsinn” als ausgewählter Landverein des
Mitteldeutschen Sängerbundes bei der 2. Nürnberger Sängerwoche mit. Die “Sängerlust” besucht im gleichen
Jahr den Wettstreit in Nidda und gewinnt in der 3. Landklasse den 1. Klassenpreis und Höchsten Ehrenpreis.
1933
Zusammenschluß der Brudervereine “Sängerlust” und “Frohsinn” zum heutigen Gesangverein Meerholz. Der
Verein hat nach dem Zusammenschluß 82 aktive Mitglieder bei 986 Einwohnern in Meerholz.
1936
Zum 90-jährigen Vereinsjubiläum wird das Bezirkssingen des Sängerkreises “Barbarossa” in Meerholz
abgehalten und findet sein Ende in einem wuchtigen Massenchor.
1942
Einstellung des Vereinstätigkeit. Die meisten Sänger sind als Soldaten im Krieg.
1946
Die erste Gesangstunde in Meerholz nach dem 2. Weltkrieg wird abgehalten.
1956
Zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 110-jährigen Vereinsjubiläum wird ein Jubiläumskonzert gegeben. Namen
wie Siegl, Bruckner, Heinrichs, Lendvai und Händel zeugen von dem beschrittenen Weg. Dem Verein ist ein
Frauenchor angeschlossen. Das Fest wird auf dem damaligen Festplatz an der Ziegelei drei Tage lang gefeiert.
Festkommers, geschmückte Dorfstraßen und ein mit viel Liebe gestalteter Festzug gehören dazu. Den
musikalischen Höhepunkt bildet ein Prädikat-Wertungssingen, an dem 24 Chöre teilnehmen.
1960
Es beginnt sich eine deutliche Flaute bemerkbar zu machen. Im gleichen Verhältnis, in dem die Zahl der
Fernsehantennen auf den Dächern zunimmt, nimmt die Zahl der Sänger in der Gesangstunde ab. Die 32
Unentwegten, die noch ihre Stühel besetzen, wissen jedenfalls, was sie zu singen haben.
1962
Im Januar wird der hauptberufliche Chorleiter Musikdirektor Reinhold Daus als neuer musikalischer Leiter
verpflichtet. Die Sängerzahl steigt im Laufe der Jahre von 48 auf nunmehr 90 Aktive an. Hervorragende
musikalische Arbeit des Dirigenten, zielstrebige Organisation der Vereinsleitung und vor allem auch die guten
menschlichen Kontakte zwischen Chorleiter, Vorstand und Sängern ermöglichen eine erfolgreiche Vereinsarbeit
und bringen den Männerchor auf eine neue Leistungshöhe.
1965
Es wird das Wertungssingen des Nachbarvereins “Harmonie” Lieblos besucht. Für das am besten gesungene
Volkslied erhält der Verein den von Fürst Otto Friedrich zu Ysenburg-Büdingen gestifteten Pokal. In diesem Jahr
wagt sich der Chor auch erstmals wieder auf einen Gesangswettstreit.
1970
Das Sängerfest wird schon in diesem Jahr möglich, da auf der Suche nach geschichtlichem Material die längst
für verschollen gehaltenen Gründungsstatuten des Vereins im Staatsarchiv in Marburg/Lahn wiederentdeckt
werden. Im gleichen Jahr erfolgt die Umbenennung in Gesangverein 1845 Meerholz. Das 125-jährige
Vereinsjubiläum ist ein Ereignis von besonderem Rang. Am Festsonntag stellen sich 25 Chöre der Wertung. Der
Auftritt des Jugendensembles Budapest verleit diesem Wertungssingen besondere Ausstrahlung.
1973
Zur 800-Jahr-Feier der Gemeinde Meerholz wird die Sport- und Kulturhalle - unter Mitwirkung des Chores - ihrer
Bestimmung übergeben. Damit löst sich für den Gesangverein ein jahrelang anstehendes Problem: eine
vorzüglich geeignete Stätte für Konzertveranstaltungen ist geschaffen. Unter dem Motto “Chormusik und
Volkslieder” produziert der Gesangverein Meerholz im gleichen Jahr seine erste Schallplatte.
1975
Zu Beginn des Festjahres schnuppert man erneut Studioluft: es erfolgt eine Aufnahme des Hessischen
Rundfunk im Rahmen der Sendereihe “Hessische Chöre singen” mit Chorwerken sowie deutschen und
ausländischen Volksliedsätzen. Im April wird das Sänger- und Sportlerheim fertiggestellt. Damit sind für die
Weiterarbeit räumliche Voraussetzungen geschaffen worden, wie sie idealer nicht sein könnten. Im Juni wird as
Fest zum 130-jährigen Bestehen auf dem neuen Festplatz an der Sport- und Kulturhalle gefeiert. Nach 40
Jahren erlebt man in Meerholz als Höhepunkt der Festtage erstmals wieder einen Gesangswettstreit. 24
Vereine haben ihre Meldung abgegeben.
1976
In diesem Jahr gilt es erstmals, in der lang angestrebten Männerchor-Klasse 1 aufzutreten und sich zu
behaupten.
1978
Mit einer Rundfunkaufnahme beim Hessischen Rundfunk wird das Jahr eingeleitet. Die Volksliederkantate
“Minnezeit” (Rische) wird mit Orchester aufgenommen.
1979
Karl Ott sen. gibt nach 25-jähriger Tätigkeit sein Amt als 1. Vorsitzender ab. In einem Gemeinschaftskonzert mit
dem Volkschor Rückingen erfolgt die Uraufführung des achtstimmigen Männerchores “Meeresstille und
glückliche Fahrt” (Heinrich Poos).
1981
Zum wiederholten Male gastiert das Jugendensemble Budapest in Meerholz und zum Jahresende präsentiert
sich der Männerchor vor mehr als 1000 Zuhörern bei einem Opernkonzert zusammen mit der Frankfurter
Orchestervereinigung.
1983
Zu einem außergewöhnlichen musikalischen Erfolg für Chorleiter Reinhold Daus und seine Sänger wird der
Gesangswettstreit in Zellhausen: Mit drei Chören - Seligenstadt, Neuses und Meerholz - gewinnt er jeweils den
ersten Preis. Der Meerholzer Chor singt in der 1. Klasse “Meeresstille und glückliche Fahrt” und zum ersten
Male öffentlich das “Requiem” von W. Lüderitz. Er erhält die höchste Tageswertung und den Meisterpreis.
1986
Gustav Honzen übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden. Auf Initiative des Vorsitzenden und einiger Jungsänger
wird im Frühjar ein “Junger Chor” gebildet und Kantor Horst Schmidt als dessen musikalischer Leiter gewonnen.
1988
Die Sänger leisten ihren musikalischen Beitrag zur Fernsehserie “Hessen Rallye” des Hessischen Rundfunks ,
in der über Gelnhausen berichtet wird.
1989
Im Frühjahr erfolgen erneute Rundfunkaufnahmen. Diesmal die Lissmann-Kantate “Vom Menschen” gemeinsam
mit Musikern des Frankfurter Sinfonieorchesters. Beim Gesangswettstreit in Freigericht-Bernbach erzielt man in
der 1. Klasse der Männerchöre den 1. Klassenpreis und Ehrenpreis. Beim Volksliedersingen mit dem
ungarischen Tanzlied “Dana-dana” ersingt sich der Chor den Volkslieder-, Meisterpreis und den Pokal der
Gemeinde Freigericht. Im September erfolgt ein Auftritt auf der Bundesgartenschau in Frankfurt am Main,
anschließend erfolgt noch eine Konzertreise nach Passau. Aus Anlaß des 40-jährigen Berufsjubiläums des
Dirigenten Reinhold Daus gibt der Chor ein Konzert gemeinsam mit dem lettischen Männerchor “Staburags” aus
Riga.
1990
Der Chor erhält den Ehrenteller des Main Kinzig Kreises für “besondere Leistungen und Verdienste” und die
Plakette des Hessischen Sängerbundes “Für besondere Leistungen”. Im Jubiläumsjahr ist erneut das
Jugendensemble Budapest zu einem gemeinsamen Konzert zu Gast. In diesem Jahr steht auch die Teilnahme
am Bundesleistungssingen des Hessischen Sängerbundes in Bad Orb an. Mit den Chören “Der Abendhimmel”
(A. Bruckner), “Der Sänger”, “Von der Nachtigall” (Poos) und “Die Ruine” (Z. Kodály) erhält der in der
Leistungsklasse A singende Chor die Note 1,2 und damit die beste Wertung aller Männerchöre.
1992
Vorbereitung und sehr erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen überregionalen Chorwettbewerben. Hierfür
werden u.a. “Periti autem” (Mendelssohn-Bartholdy) und “Surrexit pastor bonus” (Palestrina) einstudiert.
Veränderungen gibt es auch im “Jungen Chor” des Vereins: Um auch jungen Sängerinnen ein Angebot zur
musikalischen Betätigung machen zu können, wird der junge Männerchor in einen jungen gemischten Chor
umgewandelt. Die Leitung übernimmt Martin Bous.
1993
Gemeinsam mit dem Volkschor Rückingen und dem Philharmonischen Orchester Königgrätz (Tschechische
Republik) findet ein Opernkonzert inder ausverkauften Alten Oper in Frankfurt am Main statt.
1994
Erfolgreiche Teilnahme an den Internationalen Chortagen in Verona (Bester Männerchor des Wettbewerbs).
1995
Gemeinsames Chor-Orchesterkonzert mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Jena in der Sport- und
Kulturhalle Meerholz zum 150. Jubiläum des Vereins und 825 Jahre Stadt Gelnhausen . “Landerkennung” (E
Grieg), die Goethe Kantate “Rinaldo” von Johannes Brahms sowie Chöre, Arien und Szenen aus der Welt der
Oper stehen auf dem Programm.
1996
In diesem Jahr wird dem Chor auf dem Hessentage in Gelnhausen die Zelterplakette überreicht. Im Dezember
erfolgt noch ein Konzert mit dem Kammerchor Danzig “Schola Cantorum Gedanensis”.
1997
Chorkonzert der Romantik mit “Tomkins Vocalensemble” aus Budapest.
1998
Im Schloß zu Meerholz findet das Schloßkonzert “Lieder im Park” statt.
1999
Zur Verabschiedung des langjährigen Dirigenten Reinhold Daus erfolgt ein Konzert mit Chormusik und Lieder
der Romantik, Volksliedsätzen und Melodien aus der Operette. Die Leitung des Chores übernimmt Martin Bous.
2000
Der Verein feiert sein 155. Jubiläum mit einem großen Sängerfest mit einem Prädikat-Wertungssingen und den
Klostertalern . Musikalische Erfolge gibt es u.a. beim Wettstreit in Niederzeuzheim und bei den internationalen
Chortagen in Prag . Weitere erfolgreiche Veranstaltungen sind u.a. ein Konzert der Folk Family.
... und warum singen Sie noch nicht?